mcHF - Modifikationen und Erweiterungen

 

 

  

Absolut notwendige Modifikationen sind rot. Diese sind entweder notwendig, weil sie die Gerätefunktion erst zuverlässig ermöglichen oder durch Bauteiländerungen sonst die auf unserer Seite vorhandene Materialliste nicht mehr stimmt und man sonst Teile über hat und welche fehlen oder die Modifikationen wären nachträglich nur mit sehr viel Aufwand möglich. Inwieweit die Teilelisten der M0NKA-Seite vollständig sind bzw. richtig, kann ich leider nicht beurteilen, da ich diese nicht ständig beobachte. Die letzte Liste ("BOM0.4") enthielt auf jeden Fall so viele Fehler, dass ich lieber die in unserer Projektgruppe verifizierte verwenden würde. Ansonsten ist es sinnvoll, das Gerät zunächst ohne die anderen Modifikationen aufzubauen und dann nach und nach einzelne Modifikationen vorzunehmen. Die Gefahr, sich selbst Fehler einzubauen, ist damit stark verringert.

Legende:

Alle Modifikationen sind nach einem Schema benannt. Generell ist es sinnvoll, zunächst so wenig wie möglich zu modifizieren, da man dann eine einfachere Fehlersuche hat, wenn etwas schief gehen sollte.
(WW-XX-Y-ZZZ)
WW: RF = RF-PCB, UI = UI-PCB
XX: Platinenrevision
Y: "N" = Modifikation mit normaler Priorität, "H" = dringend anzuratende Modifikation
ZZZ: laufende Nummerierung aller Modifikationen

  • (UI-04-H-031). Die 0R - Widerstände R30, R31 und R32 müssen ausgelötet werden. Diese schliessen den SPI-Bus und den Parallelbus des LCDs kurz, so dass mit einer aktuellen Firmware (neuer als die von KA7OEI) sonst nur ein "weißer Bildschirm" zu sehen ist, wenn man sie nicht entfernt hat. Einzige Ausnahme bilden mcHFs, deren LCDs "uralt" sind (HY28A anstelle von HY28B). Seit Mitte 2014 gibt es das HY28A nicht mehr - seitdem sind die Widerstände destruktiv.
  • (RF-04/05-H-001) Die Endstufe neigte zum "dynamischen Schwingen". Bedeutet: je nach Aussteuerungsgrad konnten zusätzlich zum gewünschten Signal Eigenerregungen um 1MHz auftreten *grusel*. Abhilfe bringt ein 10uF Tantal(!!)kondensator parallel zu C106.
  • (RF-04-H-002) Der Ruhestrom durch die beiden Endstufen-FETs wird nicht sicher abgeschaltet, wenn das Gerät im RX-Modus ist. Ursache ist, dass der Ausgang des LM2931 eine Mindestbelastung benötigt, um sicher die "0V" zu erreichen. Abhilfe schafft ein Widerstand 1K...2,2K parallel zu C96. Um störende Nebengeräusche, die über die PA-BIAS-Einstellung auf die Aussendung gelangen könnten, zu minimieren wird C96 von 2,2uF auf 100uF Tantal (!!) geändert.
  • (UI-04/05-H-003) Das Display wird nicht direkt eingelötet, sondern auf zwei Buchsenleisten gesteckt. Die Leisten sind nicht leicht zu beschaffen, da das Rastermass unübliche 2mm beträgt. Sie sind bei Farnell unter der Bestellnummer 110-9733 zu beziehen. Damit die Höhe des Displays trotz Sockelung nicht wesentlich größer wird, werden von den beiden Stiftleisten am Displaypanel die beiden schwarzen Kunststoffstreifen vorsichtig abgehebelt und danach die Stifte selbst ca. 3...4mm mit einer Schere abgeschnitten.
  • (UI-04-H-004) R30, R31 und R32 (alle 0R) auf der ui-Platine nicht bestücken, wenn man das neuere LCD-Display HY28B hat. Diese behindern sonst die künftige Nutzung der Touchfunktion des Displaypanels. Hat man das alte HY28A, darf man sie nur bestücken, wenn man das Display im SPI-Nodus betreibt, sonst behindert man auch dort die Touchfunktion.
  • (RF-04-H-005) Die Phasenlage der I/Q-Audiosignale wird durch eine Reihenschaltung von Kondensatoren verändert. Um das zu minimieren, werden C71 und C73 durch 0R Widerstände ersetzt.
  • (UI-04-H-006) Die Oberwellen der Display-PWM-Helligkeitsregelungen können Störungen verursachen. Um das zu minimieren, wird der Elko C74a gegen einen Tantalkondensator gleichen Wertes ersetzt.
  • (RF-04-H-007) (besser ersetzen durch RF-04-H-029) Die PIN-Dioden für die Umschaltung der Antenne schalten nicht niederohmig genug durch, dadurch ist die Empfindlichkeit des Empfängers reduziert. Als Abhilfe wird R53 1K durch 220R und R54 22K durch 3,9K ersetzt.
  • (UI-04-H-008) Die Drosseln RFC1-RFC3 auf der ui-Platine werden von 4,7uH auf 47uH geändert.
  • (RF-04-H-018) Der Transistor Q2 und der Widerstand R40 entfallen. Die gesamte Empfängerregelung ist nun in der Firmware und im Soundchip "verschwunden". Eine Bestückung dieser beiden Bauteile würde die Empfindlichkeit des Empfängers nur schwächen.
  • (UI-04/05-H-020) Die beiden Stifte von P6 werden mit ein paar Zentimeter Draht verlängert und so im Gehäuse angebracht, dass später auf einfache Weise eine Neuprogrammierung des Bootloaders möglich ist ohne dass man das halbe Gerät zerlegen muss.
  • (UI-04-H-021) ist "gewandert" nach (UI-04-:-025). Wer diese Mod bereits durchgeführt hatte, entfernt die Drähte bitte wieder.
  • (RF-04/05-H-023) In der SWR-Meßbrücke ist ein Designfehler. Das Ende der vielen Windungen von T3, das jetzt auf die HF-Seite der Endstufen geht, muss wieder aus seinem Lötauge herausgezogen werden. Direkt daneben liegt die "richtige" Leitung: die AUSGANGSSEITE der Brücke, die zur BNC-Buchse geht. Man kann die Leiterbahn direkt neben dem Toroiden ankratzen und das herausgezogene Ende des Drahtes dort wieder festlöten. Zusätzlich sind folgende Modifikationen notwendig: R59 und R60 werden von 1K zu 0R geändert, R58 und R62 von 100K zu 2,2K, C82 und C83 von 100nF zu 2,2uF. Damit ist die SWR-Meßbrücke im gesamten Arbeitsbereich des mcHF zuverlässig.
  • (AG-xx-H-024) Damit es möglich ist, mit anderen komplette Boards querzutauschen, sollten wir uns auf eine einheitliche Verwendung der Stift- und Buchsenleiste festlegen. Aus "gewachsenen Gründen" schlagen wir für das RF-Board die Verwendung der Buchsenleiste und für das UI-Board die Verwendung der Stiftleiste vor.
  • (UI-04/05-H-027) Um eine Beschädigung des STM32F4 durch statische Aufladungen auf den Keyer-Leitungen und auf der PTT-Leitung zu vermeiden, werden auf dem UI-Board von den Header-Stiften 12 und 13 je eine Zenerdiode 3.3V nach Masse gelegt (Kathode an die Pins).
  • (RF-04/05-H-029) Die HF-Umschaltung mit den beiden PIN-Dioden ist problematisch. Die Pin-Dioden haben bei niedrigeren Frequenzen (das geht bereits ab 30m abwärts los) deutlich Diodeneigenschaften, was zu verzerrtem Sendesignal führt und Leistungsverlust. Daher ist es sinnvoll, die gesamte Umschaltung zu entfernen: RFC2, RFC3, R54, C79, D3 und D4. Dafür wird ein 5V-Relais mit Ruhekontakt eingebaut.
     
    Dieses brückt im stromlosen Zustand die Anschlüsse der ehemaligen D3. Die Arbeitswicklung liegt mit einem Ende an Masse, das andere geht an einen Emitterfolger (NPN-Standardtransistor, z.B. BC237) an den Emitter desselben, der Kollektor geht an +5V, die Basis an den gemeinsamen Anschluß von R53 und C80. Im Sendefall schaltet das Relais und trennt die Verbindung zum Empfänger sauber und komplett auf. Nicht die Freilaufdiode (LL4148 o.ä.) an der Arbeitswicklung vergessen! Das alles passt problemlos an die Stelle, wo vorher die Diodenumschaltung war. An Stelle von D4 legt man noch zwei antiparallele Dioden (1N4148 o.ä.) die zu hohe Spannungsspitzen vom Empfängereingangstransistor fernhalten. Nebenwirkungen gibt es keine - selbst CW-BK ist noch möglich. Es kursieren Empfehlungen, die Dioden nicht zu bestücken, weil durch sie das IM3 des Empfängers verschlechtert wird. Dies kann jedoch erst bei Eingangspegeln ab 0.5Vss passieren, welche im normalen Betrieb nicht vorkommen. Ich tendiere eher zu einem "geschützten Empfängereingang" bei solch brachialen Pegeln als dazu, diese unverzerrt wiedergeben zu können! Hier gibt es auch Fotos von so einem Aufbau. Die Modifikation (RF-04-H-007) ist dadurch natürlich hinfällig geworden.
  • (UI-04-N-026) Um die volle Funktionalität des mcHF zu erreichen, muss der Touchscreen aktiviert werden. Dazu müssen fünf Drähte verlegt werden. Die Pin-Bezeichnungen stehen an der Unterseite des LCD Panels, ich verwende diese Bezeichungen - die Drähte werden aber auf dem UI-Board selbst verlegt. Die Drähte stören die Funktion des mcHF nicht, selbst, wenn die Firmware den Touchscreen noch nicht unterstützt! TP_IRQ geht an den Header Pin7 (== PA4 der MCU), TP_SDO geht an den gemeinsamen Anschluss von R30 und R33, TP_SDI geht an den gemeinsamen Anschluss von R31 und R34, TP_SCK geht an den gemeinsamen Anschluss von R32 und R35 und TP_CS geht an Stift 1 von P8 (== PA9 der MCU). Ab der testing Firmware 0.219.26.13 wird der Touchscreen unterstützt. Bitte beachtet, dass die roten Drähte NICHT für die Funktion des Touchscreens notwendig sind. Diese Drähte sind für den Betrieb des LCD im SPI Modus notwendig (UI-04-N-025). Wenn man die Touchscreen-Modifikation macht, bietet es sich an, diese Modifikation gleich mit zu erledigen.
     
  •  
    (UI-05-N-026) Um den Touchscreen zu aktivieren, müssen auf dem ui-Board R30...R32 bestückt sein und R33 und R34 nicht bestückt. Die Seite von R33 die zum LCD geht wird mit einem Draht mit R47d (Seite zur MCU) verbunden, Die Seite von R34 die zum LCD geht wird mit einem Draht mit R47b (Seite zur MCU) verbunden. Dabei werden R47b und R47d selbstverständlich nicht bestückt!
  • (RF-04/05-H-032) Die vier TX-IQ-Verstärker U20, U21, U22 und U23 incl. Beschaltung sind überflüssig - nein - sie verschlechtern sogar das Phasenverhalten und das TX-Rauschen und damit die Funktion des mcHF! Deswegen werden sie nicht bestückt. Wer sie schon bestückt hat, braucht nicht alles wieder auszulöten. Es müssen nur die vier LM386 und C109, C110, C111 und C112 ausgelötet werden. Vom Pluspol von C109 kommt dann ein Draht zum Pluspol von C114 (bei den anderen drei Verstärkern analog). Rie Widerstände R86 und R87 werden jetzt noch von 10K auf 27K verändert - damit stimmen die Pegelverhältnisse vor und nach der Modifikation nahezu überein.
     
  • (RF-04/05-N-009) Die beiden Gatewiderstände R81 und R82 wurden von 220R auf 100R verkleinert (nur, wenn die Endstufe bei hoher Leistung Schwingneigung hat).
  • (RF-04/05-N-010) Bei hoher Lautsprecherlautstärke koppelt die Welligkeit der 8V-Versorgungsspannung auf den Empfangsmischer. Warum muss die NF-Endstufe denn auch an der stabilisierten Spannung hängen? Ich habe sie mit einem FET geschaltet direkt an die 12V Eingangsspannung gelegt. Dadurch wirken sich Stromänderungen bei hoher Lautstärke nicht mehr auf den Empfang aus. Zusätzlich habe ich mit diesen geschalteten 12V den Eingang des 8V-Spannungsreglers sowie die beiden Spannungsteilerglieder direkt an den 12V geschaltet. Im Ergebnis ist jetzt die Ruhestromaufnahme im "off"-Modus auf unter 1uA gesunken. Folgende Änderungen sind notwendig:
    - auf dem ui-Board wird die Leitung "PC13" vom Prozessor zum Power-Schalter und zum Header unterhalb des LCD aufgekratzt und eine Diode in diese Leitung gelegt (Anode zum Prozessor hin)
    - auf dem rf-Board wird Pin4 von U3 hochgelegt ebenso wie die Seiten von R9 und R13, die an 12 V gehen. Diese drei Anschlüsse werden nun mit Draht zusammengelegt und an SW_12V der neuen Schaltung gelegt.
    - der Rest wird wie aus den eindeutigen Beschriftungen der neuen Schaltung zu erkennen ist verdrahtet. Im rechten Bild ist die Stelle zu sehen, an der die zusätzliche Diode einzubauen ist. Die Stelle befindet sich auf der ui-Platine unterhalb des LCD-Displays. Die Kathode der Diode befindet sich dann im Bild oben und die Anode unten (zum STM32F4 hin).
     
       
  • (RF-04-N-011) Der Ruhestrom durch die Sendetreiber fliesst nicht nur "auch bei Empfang" - er fliesst sogar, wenn das Gerät komplett ausgeschaltet ist (!!!) Da das Blödsinn ist, werden folgende Änderungen vorgenommen:
     - die Widerstände R74 und R76 werden mit 2.2K anstelle 470R bestückt
     - die Widerstände R73 und R75 werden ausgelötet
     - an die Lötpads zu den Basen hin werden sie wieder "senkrecht" aufgelötet
     - ein Kondensator 100nF wird vom "Masseende" von R79 stehend aufgelötet
     - die drei "hochstehenden Bauteilenden" werden jetzt über einen Fädeldraht verbunden und dieser Fädeldraht an Pin1 von U2 gelötet ("PTT_5V"). Von jetzt an fließt nur Ruhestrom durch die Treiber, wenn gesendet wird.
  • (RF-04-N-012) Wegen firmwareseitig nicht abgefangener Unsymmetrien in den ADC-Wandlern funktioniert die Anzeige des SWR nicht ohne Änderungen. Die Einspeisung der beiden Spannungen muss niederohmiger erfolgen. Dafür sind folgende Modifikationen notwendig: R59 und R60 werden von 1K zu 0R geändert, R58 und R62 von 100K zu 2,2K, C82 und C83 von 100nF zu 2,2uF.
  • (AG-xx-N-013) Es ist möglich, dass die Taktfrequenzen der ui-Platine zu störenden Nebenempfangsstellen führen. Um das zu minimieren, kann man zwischen der ui-Platine und der rf-Platine eine Abschirmung anbringen. Ich habe für diesen Zweck eine beidseitig kunststoffummantelte Kupferfolie aus einem Unterhaltungselektronikgerät genommen. Diese kann man sogar "um die Platine herumbiegen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!
  • (FW-xx-N-014) Der SI570 ist in vielen verschiedenen Versionen erhältlich. Die CMOS-Version alleine in drei Versionen... Die Unterschiede besteht in der Startupfrequenz und der Adresse. die aktuelle Firmware 219.22 enthält die automatische Erkennung der Startupfrequenz. Die Firmware von meinem github enthält auch die automatische Adresserkennung. Dadurch kann jeder beliebige "in der Schublade vorhandene SI570" verwendet werden.
  • (RF-04-N-015) Um mehr Sendeleistung zu erhalten, wird der kleine SMD-Übertrager T5 durch einen der kleinen Binokulare BN43-2402 ersetzt. Die Primärwicklung muss 5 Windungen CuL 0,3mm erhalten, die Sekundärwicklung erhält 4 Windungen 0,3mm CuL mit einer Mittenanzapfung.
  • (RF-04/05-N-016) RFC5 und RFC6 werden durch je einen Binokular BN43-2402 mit 4 Windungen 0,3mm CuL ersetzt, um mehr Sendeleistung zu erhalten.
  • (UI-04/05-N-017) !!!Diese Modifikation ist seit dem Bootloader 2.0.0 (neuer als 19.08.2016) NICHT mehr nötig, da nun die große USB-Buchse für den Stick benutzt wird. Wer sie schon eingebaut hat und den neuen Bootloader nutzen will, kann sie entweder drinlassen oder entfernen!!! Wer Firmwareupdates zukünftig nicht mehr mit dem Windows-Tool "mchf-manager" sondern via USB-Stick durchführen möchte, muss die fehlende 5V Versorgung der USB-Buchse nachrüsten. Dazu wird von R45 (das Ende zum Platinen-Connector hin) eine Schottky-Diode mit möglichst niedrigem Spannungsabfall (Anode an den Widerstand) zum 5V-Pin der USB-OTG-Buchse gelegt (das ist der äusserste Pin zum Platinenunterrand hin). Sinnvoll ist es auch, eine Fuse (oder noch besser Polyfuse) mit 0,5A in die Leitung einzufügen, um auch bei Kurzschlüssen an der USB-Buchse auf der sicheren Seite zu sein. Direkt an der USB-Buchse wird zur Glättung noch ein 100u/6V Tantal Kondensator von den 5V nach Masse gelegt. Notwendig ist dann noch der USB-Key-Bootloader von DF8OE aus seinem Github. Seit der Firmware-Version 219.24 ist der Bootloader im master-Zweig enthalten. Hier noch ein Link zu garantiert funktionierenden USB Speichersticks. Wie es der Zufall will, haben bei mir fast alle, die ich hier rumliegen habe (und das sind sehr viele!) auf Anhieb funktioniert - aber andere hatten fast nur "nicht-funktionierende Sticks" zur Hand.
  • (UI-04/05-N-019) Wer seine Konfigurationsdaten und zukünftig erweiterte Daten in einem seriellen EEPROM abspeichern möchte, bestückt U7 auf der UI-Platine mit einem 24LC1026. Das ist ein 128KB serielles EEPROM, dessen Speicherplatz auch für zukünftige zusätzliche Firmwarefunktionen wie "Stationstasten" bestens gerüstet ist. Das EEPROM ist pinkompatibel mit dem Original-EEPROM. Der verwendete EEPROM muss entweder neu sein oder, falls er irgendwo ausgelötet ist, muss er als erstes im Config Menu "resettet" werden.. Die Autoerkennung setzt voraus, dass der EEPROM auf allen Speicherstellen ein 0xFF stehen hat! Seit der Firmware 0.219.26.7 wird der serielle EEPROM von der Firmware unterstützt. Achtung: der von Chris mitgelieferte 24LC01 kann schon seit über einem Jahr die Konfigurationsdaten nicht speichern da er hoffnungslos zu klein ist. Diesen EEPROM einzubauen ist kontraproduktiv!
  • (UI-04-N-025) Wer zukunftsorientiert ist und jede Menge zusätzliche GPIOs der MCU für andere Erweiterungen gewinnen will, kann das neuere LCD (nach 01/2015) im SPI-Modus betreiben. Dazu müssen die Widerstände R30...R32 auf dem ui-Board ausgelötet und drei Drähte verlegt werden: vom gemeinsamen Ende R30/R33 zu LCD Pin 16 (SDO), vom gemeinsamen Ende R31/R34 zu LCD Pin 17 (SDI) und vom gemeinsamen Ende R32/R35 zu LCD Pin 13 (SCK). Damit ist der SPI-Bus ans LCD gelegt. Nun müssen noch die Jumper auf der Rückseite des LCD korrekt gesetzt werden: Für SPI-Betrieb müssen IM0 und IM1 eingelötet sein, IM2 bleibt leer. Durch große Fortschritte in der Firmwareprogrammierung gibt es keine signifikanten Geschwindigkeitsunterschiede mehr zwischen dem Parallel- und dem SPI-Betrieb.
     
  • (RF-04/05-N-028) Die verwendeten Treibertransistoren haben eine Grenzfrequenz von 300MHz. Bei Betrieb in Emitterschaltung sind die höheren Bänder bereits von einem Abfall der Verstärkung betroffen. Man kann anstelle der DXT3150 die baugleichen BFQ18A einsetzen. Die Ausgangsleistung steigt dadurch um 3...6dB an. Auf den unteren Bändern ist es (je nach ausgeführten anderen Modifikationen) jetzt nicht mehr möglich, im Power-Menü eine kleinere Ausgangsleistungsleistung als 15W einzustellen. Wer davon betroffen ist, muss im Power-Menü den Punkt "Reduce Power on Low Bands" aktivieren. Dadurch wird die Verstärkung auf allen Frequenzen kleiner 8MHz um 6dB reduziert.
  • (RF-04-N-030) Die kleinen, schwer zu lötenden Puffer-ICs U9, U12 und U13 sind überflüssig - nein - sie verschlechtern sogar das Phasenverhalten und damit die Funktion des mcHF! Deswegen werden sie nicht bestückt. R19 wird durch einen 0R-Widerstand ersetzt und die Pins 2 und 4 von U9 mit einem Fädeldraht verbunden. Bei U12 und U13 werden jeweils die Pins 1 und 6 sowie 3 und 4 mit einem Fädeldraht gebrückt. Dadurch werden die Puffer "umgangen".
  • (UI-04/05-N-031) "Aktivieren der STM32 Echtzeituhr"
    Durch diese Modifikation können wir die in der MCU enthaltene Echtzeituhr in Betrieb nehmen. Damit bekommt der mcHF eine Uhr, die auch im abgeschalteten Zustand des mcHF weiterläuft. Voraussetzung ist, dass das Display im SPI Modus läuft, weil wir zwei freie GPIOs benötigen. In der Originalschaltung sitzen an den beiden Anschlüssen, wo der Uhrenquarz ran muss, zwei Taster. Diese müssen auf freie GPIOs umgelegt werden. Ist das LCD im SPI-Modus, haben wir genügend freie GPIOs.

    Es wird folgende Hardware zusätzlich benötigt:
    - eine Batterie 3V (z.B. CR2032) mit Drähten oder Halter
    - ein Uhrenquarz 32,768KHz, empfohlen Microcrystal MS3V-T1R 32.768 kHz, 12.5pF
    - ein paar Drähte
    - gute Augen, ein Lötkolben und ein Skalpell zum Durchtrennen von Leiterbahnen

    Alle Änderungen werden auf der UI-Platine durchgeführt.

    Teil 1: Einbau der Stützbatterie
    1. C82 muss entfernt werden
    2. Unter dem Kondensator ist eine Leiterbahn, die die 3.3V heranführt. Diese (und NUR diese) muss durchtrennt werden.
    3. Messkontrolle: zwischen den 3.3V vom Spannungsregler und dem Pluspol von C82 darf jetzt keine Verbindung mehr sein.
    4. C82 wir nun wieder eingelötet und an die beiden Anschlüsse wird die 3V-Batterie angelötet.

    Teil 2: Neuverdrahtung der beiden Taster
    1. Die Leiterbahnen von den Pins PC14 und PC15 müssen durchtrennt werden und zwar so, dass man an die Enden, die zum STM32F4 gehen, den Quarz anlöten kann. Den Quarz selbst aber noch nicht einlöten!
    2. Die beiden Leiterbahnenden die zu den Tastern gehen werden wie auf dem Bild gezeigt angeschlossen.
    3. Nun muss die neue Firmware geladen werden - wenn nicht schon geschehen.
    4. Der mcHF wird jetzt gestartet. Es muss der blaue Button-Test-Bildschirm erscheinen mit der Angabe "Initial 300".
    5. Den mcHF wieder abschlten
    6. beim nächsten Anschalten bootet der mcHF normal. Nun sollte als erstes die Funktion der Knöpfe M1 und M3 geprüft werden.

    Teil 3: Einbau des Quarzes
    1. Nun wird der Quarz an die beiden zum, STM32 führenden Leiterbahnenden PC14 und PC15 gelötet. Wenn es der oben genannte ist, muss auch unbedingt der Masseanschluss des Quarzes angelötet werden. Dieser Quarz enthält bereits die beiden 10pF Kondensatoren, die für ein Anschwingen nötig sind. Wer ein anderes Quarz ohne diese integreirten Kondensatoren benutzen will, muss von jedem der beiden Anschlüsse einen Kondensator 10pF nach Masse legen, sonst schwingt der Quarz nicht an. Bitte das Bild beachten!

    Teil 4: Inbetriebnahme
    Nach dem nächsten Start des mcHF sollte die tickende Uhr angezeigt werden. Zur Zeit befinden sich die Einstellmöglichkeiten für die Uhr im Debug-Menü (und sind nur sichtbar, wenn die Uhrenmodifikation gefunden wurde). Sollte die Uhr zwar zu sehen sein, aber nicht laufen, dann schwingt der Quarz nicht.

    Rücknahme der Modifikation:
    Wenn man die Batterie entfernt, eine Weile wartet und den mcHF dann anschaltet, stellt die Firmware die Modifikation nicht mehr fest. Man muss nur die Drähte von den Tastern wieder von den LCD-Anschlüssen zurück zu den ursprünglichen Leiterbahnen legen. Ein Entfernen des Quarzes und der beiden 10pF Kondensatoren ist nicht notwendig.
     

 

DF8OE, 18.01.2017

Seite als PDF herunterladen

NEU:

seit dem 19.08.2017 werden alle jemals herausgegebenen Binaries des Bootloaders und der Firmware des UHSDR - Projektes archiviert und können jederzeit heruntergeladen werden:

Binaries Download Area

Source Code des aktuellen Entwicklungsstandes und aller existierenden Zwischenstände seit Start des GitHubs

Sollte sich die Firmware "komisch" verhalten, bitte zuerst im Forum fragen, bevor ihr irgendwas Falsches tut... Bei manchen Versionen ist es wegen eines geänderten Speicherformates der Konfiguration nötig, diese neu zu initialisieren. Tipps und Hinweise könnt ihr ebenfalls im Forum finden oder erfragen!