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   Autor  Thema: Der Raspberry Pi  (Gelesen 1264 mal)
DF8OE
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Der Raspberry Pi
« am: 17. Dezember 2014, 14:30:07 »

Der Raspberry Pi ist ein kleiner Einplatinencomputer, der sich aufgrund seines Preises (unter 50,-- Euro für den Computer incl. einer "Festplatte" (Micro-SD-Speicherkarte) und der Tatsache, dass er etliche Schnittstellen aufweist, sehr gut zum Experimentieren, Entwickeln und Lernen eignet.

Viele moderne ICs wie Empfängerchips, PLL-ICs, Displayansteuerungen u.v.m. sind über genormte Schnittstellen ansteuerbar. Dazu zählen hauptsächlich die I2C und SPI - Ansteuerungen. Beide gibt es beim Raspberry Pi ("Raspi") auf einer Steckleiste. Und beide sind über gut dokumentierte Bibliotheken erreichbar.

Auch gibt es bereits viele fertige Lösungen für den Amateurfunkbereich, die man nur "herunterladen und einrichten muß.

Als Betriebssystem kommt ausschliesslich Linux in Frage - was auch gut so ist. Lernen und Entwickeln tut man am Besten, wenn man nicht durch so etwas grundlegendes wie das Betriebssystem eingeengt wird 

Den Raspi gibt es mittlerweilen nur noch in der "B"  - Ausführung als Version 2. Bezugsquelle ist z.B. ebay. Komplettangebote incl. SD-Karte, Netzteil und Gehäuse für 60...70,-- Euro sind häufig zu finden. Mit diesen Komplettangeboten ist der geneigte Raspi-Neuling gut bedient. Wenn ich hier weiter zum Raspi ausführe, gehe ich nur noch auf diese Version ein, da sich die Belegung der Stiftleiste von Version zu Version geändert hat und man dieses beachten muss!

Zum Start braucht man dann nur noch eine USB-Tastatur und Maus und einen Monitor mit HDMI Eingang sowie ein HDMI-Kabel. Damit kann man dann den Raspi einrichten, wenn man ihn ausgepackt hat.

Sinnvoll ist es, wenn man nicht "am Raspi selbst" arbeitet, sondern ihn per ssh über das Netzwerk bedient. Richtig wohl fühlt sich der Raspi, wenn keine grafische Oberfläche auf ihm läuft, die nur sinnlos Ressourcen frisst. Mit Kommandozeilenbefehlen (der sogenannten "Linux-Shell") kann er seine volle Leistungsfähigkeit entwickeln. Und da man bekanntlich am Besten lernt, wenn man mit dm zu Lernenden ständig konfrontiert ist, wäre ein Notebook oder PC mit Linux die beste "Fernbedienumgebung". Entweder, man macht auf seine Festplatte etwas Platz und installiert ein solches System parallel zu seinem bisherigen System, oder man arbeitet dort konsequenterweise nur noch unter Linux. Ein System auf "Debian-Basis" (LMDE oder Siduction) wäre eine gute Wahl.
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RTL-SDR-Stick auf dem Raspberry Pi
« Antwort #1 am: 11. März 2015, 08:40:19 »

Wer einen solchen Stick auf dem Raspi als tcp-Server betreibt wird feststellen,. dass bei der ersten Verbindung mit einem SDR-Programm via Netzwerk alles klappt - beim Stoppen und erneuten Starten jedoch nicht mehr. Manchmal hilft ein Neustart des Treibers auf dem Raspi, manchmal muss man den ganzen Raspi neu starten.

Lästig. Daher habe ich eine Abhilfe gesucht und gefunden:

Das Problem liegt weder am RTL-Stick noch an seinem Treiber. Vielmehr liegt in der aktuellen stabilen libusb-1.0 ein Fehler... In der neuen testing-Release ist der Fehler in der library nicht mehr drin.

Abhilfe (alle Aktionen müssen als "root" ausgeführt werden):
1) Öffne die /etc/apt/sources.list mit einem Editor und füge folgende Zeile hinzu:
deb http://archive.raspbian.org/raspbian jessie main
2) Speichere die Datei
3) Führe folgende Befehle aus:
apt-get update
apt-get install libusb-1.0
4) Eventuelle Aufforderungen zum Neustart von Services bejahen.
5) Nun die neue Zeile in der sources.list ausdokumentieren (einfach ein '#' an den Anfang setzen reicht)
6) Erneut apt-get update ausführen

fertig... Von nun an kann man sich beliebig oft mit dem RTL-Stick verbinden ohne dass sich irgendwas weghängt.

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Andreas, DF8OE
« Letzte Änderung: 11. März 2015, 08:49:17 von DF8OE » Moderator benachrichtigen   Gespeichert

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